Eine Decke kommt, es wird aufgerüstet und Geschichten von Kältebrücken
Wieder sind insgesamt 11 Tage vergangen und es hat sich wirklich etwas getan. Hatten wir ja um das Verfüllen gebangt, so konnte es jetzt endlich weitergehen, denn die Decke sollte ja kommen.
Die Filigran-Decke
Die Decke kam auch prompt einen Tag nach dem Verfüllen! Leider hatte ich bei der Kellerdecke dieses Ereignis verpasst, aber nun war ich live dabei, als die Teile der Erdgeschoßdecke gebracht und aufgelegt wurden.
Insgesamt aus 12 Teilen besteht die Erdgeschoßdecke, die wie ein Puzzle auf die gestellten Träger und die Wände gesetzt werden. Leider haben nicht alle Teile auf Anhieb gepasst, so dass noch etwas ausgebessert werden musste. Auch der Balkon wurde als Fertigteil geliefert und an die Decke angesetzt
Am nächsten Tag wurden die Kabel auf die Decke verlegt und die weitere Bewährung eingebracht:
Das Gerüst kommt
Fünf Minuten vorher waren wir auf der Baustelle noch am flachsen, ob das Dachgeschoss in absehbarer Zeit vielleicht gebaut werden kann, da immer noch kein Gerüst im Anmarsch war. Vermutlich hat das verzweifelte Gespräch Gehör gefunden, denn auf einmal stand der LKW mit dem Gerüst vor der „Tür“. Das Gerüst war dann auch Ruckzuck aufgebaut:
Kältebrücken an den Säulen
Was ist eigentlich eine Kältebrücke? Zunächst einmal der Besserwisser: Was imVolksmund „Kältebrücke“ genannt wird, heißt in Wirklichkeit „Wärmebrücke“. Die genaue Beschreibung findet man hier. Vereinfacht gesagt, treffen zwei Teile aufeinander, die aufgrund unterschiedlicher Isolation unterschiedliche Temperaturen haben, und was bei bestimmten Temperaturunterschieden zu Kondensat und damit zu Schimmel führen kann. Leider wurde genau hier ein Fehler bei uns gemacht: Die Säulen nehmen, wenn nicht isoliert, die Kälte auf und leiten sie nach oben ins Dachgeschoss und nach unten in den Keller. Die Isolation ist zwar geplant, aber leider wurde die Säule bündig zur Decke eingebaut, so dass die Isolation der Säule über die Hauswand hinausgehen würde. Nun gibt es drei Varianten: 1) Säulen rausbrechen, neue rein – 2) Die Isolation außen bis in das Dachgeschoss weiterführen, was eventuell sogar (farblich angelegt) gut aussehen könnte oder 3) den Beton der Säulen außen um 20mm wegnehmen (sprich flexen) und mit hochwärmedämmendem Material außen isolieren. Momentan läuft die Anfrage nach dem Material, da Variante drei vom Aufwand noch akzeptabel ist und es dabei bei dem geplanten Design des Hauses bleiben würden. Wir bleiben dran…
Das Dachgeschoss
Nachdem auch die Decke gegossen wurde, konnte mit dem nächsten Geschoss begonnen werden. Innerhalb von drei Tagen(Donnerstag, Freitag, Samstag) steht schon fast die komplette Außenwand. Beim Mauern der Außenwand wird auch gleich der Ringanker, ein kompletter Beton“sturz“ rund um das Haus, erstellt:
Die nächsten Tage wird der Rest der Außenwand hochgezogen und dann stehen die Innenwände an. Außerdem kommt vermutlich der Bauschreiner Anfang nächster Woche, um die Treppen zu verschalen.
Damit wird sehr wahrscheinlich unser Rohbau Ende nächster Woche fertig und das Dach kann kommen.